X Quellennachweis
Regie: Herbert Achternbusch
Drehbuch:
Produzent: Herbert Achternbusch
Kamera:
Schnitt:
Darsteller: Herbert Achternbusch
Wer mehr ueber diesen Film weiß, moege doch so nett sein und mir
seine Informationen zukommen lassen.
Regie: Herbert Achternbusch
Drehbuch:
Produzent: Herbert Achternbusch
Kamera:
Schnitt:
Darsteller:
Wer mehr ueber diesen Film weiß, moege doch so nett sein und mir
seine Informationen zukommen lassen.
Regie: Herbert Achternbusch
Drehbuch: Herbert Achternbusch
Kamera: Jörg Schmidt-Reitwein
Schnitt: Karin Fischer
Darsteller: Herbert Achternbusch, Margarethe von Trotta, Barbara Gaas,
Walter Sedlmayr
Die Welt. Oberbayern. Andechs. Die Klosterwirtschaft. Der Biergarten. Beflügelt von Dumpfheit: Die Saufrunde. Denn: ,,Das Andechser Gefühl ist das Gefühl nicht allein zu sein." Der Dorfschullehrer (der Schreiber als Erstfilmer, der Erstfilmer als Schauspieler) ist trotzdem allein. Oder nicht ganz allein; mit dabei sind sein sich leerendes Maß, die im Bier ertrinkenden Fliegen. das Leiden am Beruf, die Angst vor der Lehramtsprüfung, die Sehnsucht nacn irgendwas, das offen oder unbekannt oder nicht da ist, etwa nach einer Schönen, die auch noch Schauspielerin und blond ist, und prompt - wie im Kino - auf dem Plan erscheinen darf und das Glück dennoch nicht mit sich bringt. Ein Heimatfilm: es wechseln die Bilder zwischen dem Mannsbild im Wirtshaus und dem Bild, das der Mann dort sieht, die Heimat, die Weißbierlandschaft, das Weißwurstalpenvorland. Ein bayerischer Film: Passionsstück für Mundartsprecher. statt Brezen Gift, und alles sehr primitiv wie vom Uranfang des Kinos: die Kamera beweglich wie die Berge, die Bilder lang wie die Isar, die sogenannte Struktur ein Geröllfeld mit Findlingen und mittendrin der Märtyrer Herbert der einen roten, ausführlichen Bluttod sterben darf, welcher aber ihn und das Andechser Gefühl und die Verzweiflung un den Erstfilm auch nicht erlösen wird.
Regie und Drehbuch: Herbert Achternbusch
Kamera: Jörg Schmidt-Reitwein Schnitt: Karin Fischer
Darsteller: Herbert Achternbusch, Heinz Braun, Alois Hitzenbichler,
Margarethe von Trotta, Sepp Bierbichler, Barbara Gass
Wo noch der Letzte der Branche geil und glatt "filmische Filme aufs Fließband für Konsum und Verdauung legt, macht Achternbusch solche so sperrig wie Steinbrüche und herzerfrischend wie Gesellenstücke der Kino-Zerdehnungs-zerstörungs-Zunft: und sei es, um sich, also die eigene Wut und Trauer und ide eigenen großen Gefühle und Nichtigkeit und Sehnsucht, durch Protest am Leben zu erhalten. das Ergebnis sind Un-Kino-filme, die kaume etwas außer Film von Herbert A. gleichen, Nonsens und Kalauermaschinen, Sprechwüsten, Sprachfallen samt Kurzweils-Verweigerungsbildern, frenetisch antischön, einfacher als die Lumie'res und stets ganz ohne Ästhetik-Parfüm. Gleich zu Beginn ruft Herbert, der Bademeister (in Schwimmhose eine Kreuzung von Belvedere-Apollo und Valentin) einen Satz, der im Feld deutscher Kultur schon fast so berühmt geworden ist wie "Was bleibet aber stiften die dichter". Nämlich: "Du hast keine Chance, aber nutze sie!" Vom mißglückten Selbstmordversuch in der Isar treibt der Witz der Desperation hernach (samt Wehmut, Fernweh, Heimatschmerz und anderem Teutonen-Tiefgang) von Assoziation zu Assoziaton über Wasser wie Wasserbüffel, Wasser wie Gasthaus Wurmbad, Wasser wie Schwimmbad, Wasser wie "Seeman, deine heimat ist das Meer", Wasser wie Walchensee zu Wasser wie Atlantik, in dem Herbert Strum und Unendlichkeit und fragezeichenversehene Erlösung schwimmt.
Regie und Drehbuch: Herbert Achternbusch
Kamera: Jörg Schmidt-Reitwein
Schnitt: Christi Leyer
Darsteller: Herbert Achternbusch, Heinz Braun, Alois Hitzenbichler,
Margarethe von Trotta, Sepp Bierbichler, Barbara Gass
Von Asam bis Zeiselbachtal, nichts bajuwarisches, das herbert nicht sammelt, hegt, liebt und das Achternbusch nicht tranchiert. Denn: "Weil ich allles, was so nach Bayern aussieht gar nicht mag." In Bierkampf feiert der Dichter-Filmer-Wüterich den weißblauen Kosmos mit vor Liebe, Haß und Trauerwut gesträubtem Nackenhaar in Form einer Treibjagd auf die Logik (oder auf den Anstand oder die Vernunft oder das Mittelmaß?). Langsam wie die Zeiger der Sonnenuhr und doch eine Parforcetour. Beginnend auf einer Landstraße, die in den Horizont fortläuft wie bei Chaplin, geht es weiter zum Ort der Glückseligen, welche in Gestalt von Bier-Bachkantaten oder Bacchanten oder Bierleichen das Gefild der Theresienwiese im Oktober bestücken, bayerisches Glück spielen und doch schrecklich unglücklich und unglücklicherweise auch sehr schrecklich sind. Uber diese Stätte des Lebenskampfs, der ein Bierkampf (wie der Titel) ist, wankt, torkelt, hetzt oder irrt der Dichter Herbert, verkleidet als Polizist, d. i. Hüter der Ordnung, stiftet heftigste Unordnung und ist (wie immer, irgendwie) auf der glücklosen, tödlichen Suche nach dem Glück und dem Gral, um, am Höhepunkt des Films, acht Minuten lang berserkerhaft wie Groucho (oder Harpo), lebensverachtend verfolgt von der Kamera, durch die Biermeute und Bierhölle der Wiesn unter der Bavaria zu hetzen, maßkrugstehlend, semmelbeißend, hüteklauend, witzereißend, zungezeigend. durch und durch außer sich und unerbittlich trauerkrank, lebensleldend, amokwild. antikinobeseelt, bayern-exorzistisch.
Regie und Drehbuch: Herbert Achternbusch
Kamera: Jörg Schmidt-Reitwein
Schnitt: Christi Leyrer
Darsteller: Herbert Achtembusch, Sepp Bierbichler, Annamir Bierbichler,
Heinz Braun, Barbara Gass
Ein Doppelporträt: Erstens: Ein Potrait des Dichters als Wilderer. Zweitens: Ein Portiat Bayerns, "dieses dunklen Landes der Schweinemast und Autoindustrie." Der Dichter: Ein Einsamer im einsamen Biergarten des Bierbich1er-Gasthauses in Anbach am Stamberger See, bewaffnet mit Schreibmaschine und Bierkrug. "Die einzigen wahren Dinge sind das Bier und die Einsamkeit." Der Dichter mit weißem Papst- oder Tropenhut und Christussandalen über die Geliebte, die Heimat: ,,In Bayern möchte ich nicht einmal mehr gestorben sein." Desweiteren: ,,Diese Gegend hat mich kaputtgemacht und ich bleibe so lange, bis man ihr das anmerkt. A. filmt seine Phantasien in Metaphern, Schründen, Brüchen. Amateur Kino so anarchisch wie archaisch voll Tollwut zur Unvernunft und allem, was nicht glattgestriegelt ist. Fünfzehn Minutenliang ein Exkurs in einer Sache die gelernte Schauspieler nicht (oder nicht mehr) können. Annamirl Bierbichler im Liebes-Trauer-Monolog oder der Triumph des Laientums. Aus Bayern flieht der surreale Romantiker (wie das so heißt) ins ewige Eis nach Grönland, um vom Noropol mit dem Fernrohr nach der Geliebten in der Südferne zu spähen, sich totzusaufen und festzustellen: "Auf Grönland gibt es schon mehr Eis, aber nicht so viel wie bei uns."
Regie und Drehbuch: Herbert Achternbusch
Kamera: Jörg Jeshel
Schnitt: ChristI Leyrer
Darsteller: Herbert Achternbusch, Heinz Braun, Karolina Herbig, Barbara
Gass, Luisa Francia, Sepp Bierbichler
,,Film ist Traum." Ein Weltuntergangs-Film. ,,Also, es beginnt. daß ois kaputt ist." Alles dahin, München ein Geysir, nur Buchendort, still, grün, oberbayerisch, ist von der Katastrophe übergeblieben. ,,Wie Kinder haben die Mächtigen regiert. Wie Verbrecher haben sie die Welt zerstört." A., der ,,g'spinnerte Uhu" (A.)' beliebt ein Endspielkino zu erträumen und es impertinent egomanisch zu dekorieren mit sich selbst als Ober-Laien-Schauspieler der die Sätze verhohnackelt und der Logik das Fürchten beibringt, daß es mindestens so ein Grausen wie eine Freude ist. Die Filmästhetik: ein Reibeisen. Die Erzählform: eine Baustelle. Wie seine Mutter zu ihm sagte: ,,Herbert, du darfst nicht Masse werden." Was er auch nicht wird; er wird seine Mutter, er wird der Papst. Er sucht und findet den neuen Gott: einen Schoko-Osterhasen. Sein Vatikan ist die Glyptothek, sein Peters- der Königsplatz, München. Kindheits-Sehnsuchts-Alptraum: in Rückblende: die Auer Dult. Da er nicht Masse werden darf, will, kann, nimmt er als katholischer Oberhirt eine schöne Geliebte und zieht mit ihr vom Bayernland nach dort, wo die Zitronen blühen, aber leider ist auch Italien im Meer versunken. All dieses Film-Chaos ist eine Komödie, also tödlich tragisch, unflätig, blasphemisch und schlußendlich auch ein Annäherungsversuch an A.s Ideal: Fimle zu machen, die niemand versteht.
Regie und Drehbuch: Herbert Achternbusch
Kamera: Jörg Schmidt-Reitwein
Schnitt: Heidi Handort
Darsteller: Herbert Achtembusch, Annamirl Bierbichler, Barbara Gass,
Brigitte Kramer
Einst saß er 1973 im Österreichischen Filmmuseum und sah waidwund John Fords THE SEARCHERS. ,Wenn dieser Film von mir wäre, hätte ich nichts mehr zu sagen". Dann, viel später dreht er DER KOMANTSCHE, einen schönen, einfachen Film. ,,Aber ein modernes Märchen ist ein grausames Märchen: die Flüsse z. B. sind zu Straßen erstarrt." Und das Monument Valley zum Bayerischeu Wald. Und die Rothaut (mit Hühnerfedern im Haar. gelb wie Achternbuschens Lieblingsfarbe) jagt im Rollstuhl am Stamberger See Segelboote, der Wind steht gut dazu. Und statt Jahn Wayne als Eaton zu zu sein ist A. wieder nur der arme Kasper-Kauz im Koma, der letzte Patient im Sauerstoffzelt eines Lungensanatoriums, hingestreckt von seiner Frau mit 4 Kegeln, in Träumen und Filmen von Ceylon träumend, von Elefanten und Gott. Am Schluß der verzweifelten Dada-Komödien-Odyssee, in der die Phantasie so gärt, die Realität so krankt, der Kalauer so spinnt, daß nicht sicher zu wissen ist, was was ist, geht die Achternbusch-Misanthropie wie ein Feuerwerk hoch: amoklaufend einsam zu sein unter Tausenden im münchner Olympiastadion. ,,Als ich noch träumte, hatte ich eine Idee, wie ich mit Menschen leben könnte. Aber jetzt, da ich wach bin und die Menschen sehe, habe ich keine Idee mehr."
Regie, Drehbuch und Produktion: Herbert Achternbusch
Produktionsleitung Dietmat Schneider
Kamera: Jörg Schmidt-Reitwein
Regieassistenz und Schnitt: Heidi Handorf
Ton: Fritz Berg
Aufnahmeleitung: Sabine Jähert
Standfotografie und Ausstattung: Gunter Freyse
Maske und Kostüme: Ann Poppel
Darsteller:
Der Neger Erwin Herbert Achternbusch
Die Wirtin Susn Annamirl Bierbichler
Starke Dame Helga Loder
Starke Männer Alois Hitzenbichler & Franz Baumgartner
Polizeihauptmann Helmut Neumayer
Leutnant Dietmar Schneider
Kranführer Siegfried Mayer
Reporterin Gabi Geist
Museumswächter Sepp Bierbichler
Italienerin Lisa Fitz
Gäste Rudi Hungbauer & Bert Huber & lex Szombathy &
Marianne Färber
Mam Karolina Herbig
Weinende Frau Lotte Koll
Polizistlein Andreas Achternbusch
Mädchen am Hauptbahnhof: Rita Achternbusch & Ruth Achternbusch
Damen am Walchensee: Katherina Teichgräber & Brigitte Oberländer
& Angela Neumayer
Ober Jörg Schmidt-Reitwein
Dienstmann Gunter Freyse
Und das Nilpferd Mamba Anita vom Zirkus Atlas
Streich Nr 7. Wie immer greirt der widersetzlerische A. (Autor-Akteur-Produzent-Regisseur in Vierfaltigkeit) auf Marx (Vorname Groucho, vielleicht auch Harpo oder Chico), auf Valentin und dreimal, besser siebenmal auf Achtembusch und Achtembusch und Achtembusch zurück. Diesmal ist er ein entlassener Häfenbruder, der aussieht wie A. und keck behauptet: ,,Ich bin der bekannte Filmemacher Herbert Achterchusch." Was zu den Irrungen, Wirrungen, Aus- und Abschweifungen, Überfüllen, Traumwandlereien, Wortumdrehungen, Granteleien, Sinnumstülpungen, Phantastereien, Provokationen, Monolog-Marathonen, Bajuwarismen, Viechereien, Kalauern, Dilettantismen une Dissonanzen eines echten egomanen Achtembusch-Films führt, hoffnungslos sprechlastig, radikal unsubventioniert, in jeglichem das Gegenteil von adrett und bundesdeutsch. Wie der Neger Erwin, einst ein Hund, jetzt Regisseurs-Doppelgänger. gesteht: ,,Ich mache Film um Film, damit Schönheit entsteht, heimatliche Schönheit, bayerische Schönheit." Am Ende dieses bayeriscn-schönen Anarcho-Slapaticks schwimmen Flußpferde in der Isar, liegt München am Nil, badet die Logik am Walchensee.
Regie, Drehbuch und Produktion: Herbert Achternbusch
Produktionsleitung Dietmat Schneider
Kamera: Jörg Schmidt-Reitwein
Kameraassistenz: Christian Englaender
Skript/Schnitt: Micki Joanni
Ton: Sylvia Tewes
Aufnahmeleitung: Florian Prey
Standfotografie: Gunter Freyse
Maske und Ausstattung: Ann Poppel
Darsteller:
Der Nil Herbert Achternbusch
Die letzte Susn Annamirl Bierbichler
Blöde Wolke Franz Baumgartner
Susn Gabi Geist
Arzt Wolfgang Ebert
Barbara Helga Loder
Grünes Arschloch Alois Hitzenbichler
Bedienung Waltraud Galler
Gäste Norman Knopp, Lina Herbig, Hilde Sobeck
Wirt Helmut Neumayaer
Natogeneral Gunter Freyse
Ober Dietmar Schneider
Sie selbst Alois Pongratz und Erwin Eisch
Nach Ausschwitz keine Lyrik mehr, wie ein anderer A. einst sinnend niederschrieb. Aber da gab es feiertagsredende Politiker : ,Die dunklen Zeiten!" Streitende Historiker. so viele!" ,,Nein, so viele Tote waren es nicht! Viel weniger wenige!" Und auch das dünne, rechtschaffene Feuiliton wortgeölt. Aber es gibt, zum Trost, als Lohn, für die Wut statt des Wahnsinnigwerdens, der Trauer förderlich, der Ohnmacht als Ohnmacht zur Geltung verhelfend eine Farce, einen Herbert-Achternbusch-Film, sein achtes, schwärzestes, vielleicht stärkstes Kino-Werk. DAS LETZTE LOCH, ein Film, getrieben von und erfüllt mit seinem seltenem, starken Saft. Dessen Name: Verzweiflung. Verzweiflung darüber, im ,,Massenmörderland" zu leben, wo das deutsche Gras dennoch wächst, die deutschen lehrer dennoch lehren, die Biertrinker unverzagt trinken, als wäre nie nichts geschehen. DAS LETZTE LOCH: keinAufschrei, sondern ein Dagegenanbrüllen, überschnappend in Trauer und Zärtlichkeit genährt vom Wissen ums Unmögliche. Deshalb, stattdessen die grausigsten Volten, der blutigste Witz, die blödgrausamste Logik. Als herr Nil ("Ich heiße Nil, weil ich durch die wüste geh, durch die Wüste fließe und verdunste") trauert A. tollhäuslerisch um die "sechs Millionen Juden" der KZ-Feueröfen, trinkt sich ins Verderben, da sein Arzt ihm 300.000 Liter Schnaps verschreibt ("Bei 2cl vergessen Sie einen Juden") und stürzt sich dem Kollaps zuvor hellen, gerechten wahnwitzigen Sinns ins Kraterloch des Stromboli, so wie Empedekoles einst bei Hölderlin, dem deutschesten, besser undeutschesten Dichter, in den Ätna sprang. Jener, um im Unendlichen aufzugehen. Dieser, um der Unfähigkeit zu trauern eine irre, also wahre, wirkliche bodenlos verzweifelte Fähigkeit ebendazu entgegenzustellen, d.i. entgegenzuspringen.
Regie und Drehbuch: Herbert Achternbusch
Kamera: Jörg Schmidt-Reitwein
Bauten: Gunter Freyse
Schnitt: Beate Köster, Martina Buth
Darsteller: H.Achternbusch, A.Bierbichler, F.Baumgartner, Gabi Geist,
Alois Hitzenbichler
"der Himmel ist ein Leichentuch mit grauer Farbe." Das Abendland wörtlich genommen: ein Untergangsland. Bayern in Nebel ergraut, Italien verwüstet. Leere überall und allerorts, darin Versehrte, Verwundete, Verbitterte. A wie Achternbusch, B wie Bosch, Beckett, Bernhard. Am Dachboden, im Finsteren hockt der Depp (der Filmemacher in Person), malt den Himmel, krächzt das Wort "Himmel", sinniert seinen Selbstmord aus, für den das Gashaus "Atemnot" vorgesehen ist, leidet unter seinem bösem Eheweib und hängt seinen Träumen nach, die der schönen Königin Kleopatra gelten. Die doppelte Frau, Unbild und Wunschbild, die Ausgeburt der zwei Seiten der Medaille für den Blick des schwachen Mannsbildes. Adler: Annamirl Bierbichler. Zahl Annamirl Bierbichler. Der Mann der die Doppelrollen-Frau leidet, erleidet ist der letzte, der Depp, der Gehirnamputierte. Ihm ist ein Bierkrug im Schädel einggeschlagen, dessen Decke jetzt eine Silberplatte ziert, während der Zylinder die Haare ersetzt. Der Depp ist sprachreduziert; um so mehr, krank-irr-unaufhaltbar, reden und reden und reden die anderen reden sich zu Tode oder am Tod vorbei oder reden sich dorthin, wo sie glauben, daß sie den Tod und die Finsternis, die überall sind, vergessen könnten. Ein Düsternis-Film. Eine Todes-Posse. Ein End-Farce. Ein Sprachgrab, an dem die Kamera habtacht und starr Totenwache hält.
Regie und Drehbuch: Herbert Achternbusch
Kamera: Jörg Schmidt-Reitwein
Bauten: Peter Grenz
Musik: Gustav Mahler. Janet Baker, Michael Ranta,Hartmut Geerken, Hans-Jürgen
Buchner
Schnitt: Micki Joanni
Darsteller: Herbert Achternbusch, Franz Baumgartner, Annamirl Bierbichler,
Sepp Bierbichler, Waltraut Galler, Judit Achternbusch
Form: runde Bilder wie Tondi oder alte Passepartouts. Ort: Bayerischer Wald. Aber der ist waldgestorben. Statt dem toten Wald trägt man als Reklame, daß alles nicht so arg ist, einen Plastikwald wie eine mobile Landesausstellung durchs Land, einen Wald so giftig, daß das Volk ihn ,,Wanderkrebs" nennt. A. spielt die Bevölkerung des Bayerischen Totwaldes, reduziert auf einen Mann. Der heißt Waldler, sieht aus wie ein Gespenst (ähnlich jenem aus dem GESPENST dem immer noch in Katholien und Kakanien verbotenen Achternbusch-Ketzer-FiIm Nr. 10) und wird am Schluß von der Waldhexe zu Mahler-Klängen in traurigstem Ritual verbrannt, denn ,,wo der Waldtot ist. soll auch das Volk nicht mehr leben." Und das Volk ist Waldler oder A., des Volkes Volksstück-Künstler, Kauz und Oberketzer. weshalb auch der bayerische Ministerpräsident, die zweite Hauptfigur des Films, halb Franz-Josef Strauss, halb Märchen-Kini (Ludwig zwo), im Feuertod-Finale auftritt und das Autodafe' gutheißt, man müsse doch etwas abbrennen lassen können, sparen wir unser Wasser. Eine politische Komödie, in der so viel Frohsinn steckt wie Leber im Leberkäs und an deren überaus tristem, schönem Ende der Geist von A. und der Geist der Hexe rauhreifweiß, mit Blumen im Mund auf einem kälteüberzuckerten Gebirg von Steinen sitzen, die sie noch beschützen ereilen, bevor sie ins Paradies abfliegen. Und die Kamera hebt sich weg von ihnen, weit, weit dahin, als flöge sie dem Fernsten zu. Als hätte Caspar David Friedrich Vitriol verspeist. Als wäre Eichendorff verrückt geworden.
Die Vorführung des Filmes DAS GESPENST (1982) wird in Österreich
mit einer Strafe von bis zu einem halben Jahr Haft bedroht.
14 RITA RITA (1983)
Regie: Herbert Achternbusch
Drehbuch: Herbert Achternbusch
Kamera: Jörg Schmidt-Reitwein
Schnitt: Micki Joanni
Darsteller: Annamirl Bierbichler, Christine Cohendy, Armin Muel1er-Stahl,
Barbara Valentin, Eva Mattes
Ein Film über Film, Filmemachen, Drehbuchschreiben, Theaterstückspielen, und eine Autobiographie in Form von Metamorphosen. Im düsteren Kriegsbayern wird A. gezeugt, um bereits als Kleinkind mit Selbstmordgedanken schwanger zu gehen. Aber: ,.Jetzt erhebe dich und werde was ... schreibe Drehbucher, Blatt um Blatt, mache Filme, Bild um Bild, schreibe Theaterstücke bis es dich zerreißt!" Solcherweise be- und aufgeruten wird A. erstens zum Künstler, zweitens zu etwas. was ihm zum Menschsein fehlt - er wird zur Frau, nennt sich Rita und auf der Leinwand verkörpert durch den Körper von Annamirl Bierbichler (samt dessen metaphysischem Zubehor) . In München macht macht A. als Rita Karriere beim Fernsehen und Filmbetrieb, einem Hort unübersehbarer krankhafter Schwachsinnigkeit. In Paris verliebt sich Rita A. in seine ehemalige große Liebe Rita und die Liebe bricht noch größer aus als früher und Rita und Rita spazieren über die Boulvards, die Kamera mit ihnen und ihnen voraus. ablendend, aufblendend als vergingen Tage und Nächte, und er und sie, Mann, Frau. unbeschadet, daß beide Frauen sind ,,beleuchten mit ihrer Liebe Gott und die Welt" - Erstmals und blattschußzielsicher treten in RITA RITA Berufs-Schauspieler bei A. auf, von denen dieser ansonst die gesicherte Überzeugung hegt, sie verschandelten den Menschen. Die Moral des Films, denn auch diese gibt es hier: Niedor mit dem Kino! Es lebe die Liebe! Am Ende sogar eine Apotheose des Glücks.Und das Transparent. "Nieder mit dem Ende!"
Regie und Drehbuch: Herbert Achternbusch
Kamera: Jorg Schmidt-Reitwein
Bauten: Peter Krentz
Musik: Arnold Schönberg, Kurt Weill, Irving Berlin
Schnitt: Micki Joanni
DarsteIler: H.Achtembusch, Annamirl Bierbich1er, Gabi Geist, Tobias
Frank, Malte' Mahyr
Wie man sich selbst in einem großartig reichen Minimal-Movie die Geschichte dessen erträumt, rekonostruiert, fabuliert. wie es dazu kam, daß man gezeugt wurde. Kino-Rückkehr vor die Geburt. A. weitet die konzentrischen Kreise um seine Person in die Zeit vor seiner Zeit und erfindet filmend seine (vertrackt holzschnittklobige) Variante des "Tristram Shandy". Eine umgedrehte Genesis.umgestülpte Gebärmaschine Als deren Schöpfergeist führt A emsig ins Schicksal eingreifend. den windigen Stenz Adi und Ilona, die schönste Sportlerin Münchens, die den Ehrgeiz hegt, unbedingt Olympiasiegerin zu werden in Tokio anno 40, so zueinander hin, daß sie zu seinen Eltern werden und ihn im Finale also zeugen, damit die solcherart verhinderte Olympiasiegerin ihn am Schluß gebiert und wirklich ganz am Ende auf der Leinwand zu lesen sein wird: "Anfang". Wie A. A. wurde, erstes Kapitel, Vorbemerkung. Wobei sich Trauerrächer A. herausnimmt, den Vater wenn nicht zu ermorden. so doch zu erfinden, zu spielen, zu verkörpern und die Frau Mama mit seiner Lebensgefährtin Annamirl B. zu besetzen, die so verzweifelt furios monologisiert wie nie zuvor. Ein ausuferndes Stück volksstückhaften Sprechens im Bild. so irr, daß es seine eigene Fracht ist, die nichts, aber auch wirklich nichts mehr gemein hat mit den ausgewogenen, leicht schluckbaren, auf Mittelmaß von Hirn-&-aug polierteb Produkten der Kino-Industrie.
Regie und Drehbuch: Herbert Achterobusch
Kamera: Adam Olech, Stefano Guidi
Musik: Skip James
Schnitt: Micki Joanni, Claudia Schuhmann
Darsteller: Gabi Geist, Herbert Achternbusch, Franz Baumgartner, Hartmut
Geerken, Helga Frank, Annamirl Bierbichler, Edgar Frank
,,Auf Ästhetik und Kosmetik, scheiße ich. Was mich interessiert, ist die Wahrheit." Für den Satz verantwortlich zeichnet James Joyce, der bei A. fruchtig auch James Juice geschrieben wird. Des Letzteren Verhältnis zu Kosmetika und Ästhetika ist noch drastischer als bei James Fruchtsaft. DIE FÖHNFORSCHER dreht er zu Teilen auf Super-8, das er auf 35 mm zu einer Schmuddelbild-Schliere aufbläst, die der Göttin Wohlgeratenheit auf die Nase spuckt. Und die Wahrheit, um deretwillen dies geschieht, ist auch nicht mehr so samten schmuck und hehr, wie sie es einst war. A. hat sie solange mit dem Aussatz von Schmarrngerede, Denkunflat und politischem Durchfall beschossen, bis die Bilder und Töne der heutigen Wirklichkeit täuschend ähnlich geworden sind. DIE FÖHNFORSCHER handelt also von höchst respektablen Dingen, der Nachrüstung in Bayern, der Stationierung von Herrsching 11-Atomraketen nahe von Herrsching und gleich neben den Schweißtuch-und-Lacrima-Christi-Reliquien m Klosterturm von Andechs am Ammersee, der bei A. Jammerses heißt. Und alles mit Jubel und in Form eines bayerischen Festzugs. Die Vertreter der Realität (oder ,,Notwendigkeit") heißen im Film einfacherweise ,,Arschlöcher", ihre Antithese sind die Wichte, Träumer, das Romantikergesindel, die ,,Föhnforscher". A., Regisseur von Weltuntergangsfilmen, diese realistisch sind wie schlechte Verdauungsträume, über das Leben: ,,Das Leben ist kurz wie eine Badehose". Und über den Realismus. ,,Ich habe nichts erfunden, und alles entspringt meinen Gedanken."
Regie und Drehbuch: Herbert Achternbusch
Kamera: Adam Olech, Herbert Schild
Musik: Chinesische Volksmusik
Schnitt Micki Joanni
Wenn, was nicht der Fall ist, ein Film wie ROSSINI das geglättete Maß der filmischen Dinge wäre, dann stellt ein Film wie blaue Blumen, was der Fall ist, deren glattes Unmaß dar. Steht, ich bin ein Super-8-Unding über China! Mit all dem Gewackel, den unscharfen Pagoden, den Kindern und der chinesischen Mauer gleiche ich fast schon aufs Haar jenen Scheußlichkeiten, die die Scheusals-Touristen in Far East mit ihren Ohnmachts-Video-Bildschluckern aufraffen für die heim-ins-Reich-Holung! Fast ähnlich, aber ganz anders! Deshalb, weil man oben auf der Leinwand meine Vogelscheuchenbilder flimmern sieht aber zugleich meines Meisters Achternbuschens Grabesstimme hört, die partisanisch quer zu meinem Home-Movie-Outlook heiser flüstert, raunt, krächzt, beichtet, über die Welt raisonniert und phantasiert, über das Ende und über A., enigmattischer als jedes Orakel zu Sais, Delphi oder anderswo. Die "blaue Blume" stand einst in, oberhalb und westlich von Bayern in uralten zeitenfür die Sehnsucht nach Fernstem, Anderem, Ausständigem. heute formuliert der Prophet mit dem namen "Gespenst", auch "Depp", "Nixi" oder "Komantsche" gerufen, die Romantik wie folgt: "Irgendwo draußen ist Leben möglich, sonst hätten wir nicht die verückte Idee danach." Trotzdem denkt A. ganz weit draußen angesichts von Kai Chan an Andechs: Kai heißt "and", "Chan" Echse, vereint "Andechs". Überall holt einen dei heimat, also die Verzweiflung und Unerfüllbarkeit ein, das tragische Andechser Gefühl, die Andechser Ästhetik der Verweigerung und langsamkeit und der westöstliche Divan der Sehnsucht nach Liebe.
Regie und Drehbuch: Herbert Achternbusch
Kamera: Herbert Schild, Gunter Freyse, Adam Olech
Bauten: Ann Poppel
Schnitt: Micki Joanni
Darsteller:G.Freyse, H.Achternbusch, G.Geist, Waltraud Galler, A.Bierbichler,
Anita Geerken
Nach einem Jahrzehnt Filmwüten gegen Kino, Angepaßtheit und das weltumspannende gebildete Mittelmaß steht A. auf der Zelluloidtraum-Mainstreet allein da wie Sheriff Kane in HIGH NOON. In ihren Häusern versteckt, haben sich die Filmförderer, die Kulturpolitiker, die Katholiken die Samstagabendfilmgänger, die guten Bürgerm die Ästheten, die Rechten, die Linken, die Anständigen, die Fleißigen. Mit dem 12-Uhr-Glockenschlag von HEILT HITLER huschen auch die Letzten hinter die schützenden Türen davon: die Mitglieder der A.-Sekte. Im Dunklen, hinter geschlossenen Fensterläden, schlagen sie die Hände zusammen und flüstern sich über ihren Guru zu: so stur, so schräg, so unschön dürfte ein Film wirklich nicht sein! Und die engagierten unter den Nachbarn raunen ihnen zu: so über die NS-Zeit zu sprechenchen gehört sich wirklich nicht! Zu viel, zu wenig, zu ungehörig, zu abwegig! Historisch oder kritisch gesehen irrelevant! Der Chor der Alten im Keller: Und ohne Funken Pietät! Auf der offenen Straße in der Sonne erhebt sich Sheriff A. derweil allein und einsam von den Toten und kehrt sie Stalingrad Heimkehrer und Unbekannter Soldat von der Front in die Heimat heim, überzeugt, daß Germanien den Endsieg errungen hat und München in Wahrheit ein umgemodeltes Stalingrad namens Hitlerdorf sei. Ein 11-Drehtage-Fim in Super-8, auf 35 mm gebracht ,,Kategorie Nun-Budget" - Thema: deutsche Vergangenheit, Absicht: daß denen, die glauben. das Nazitum wäre ein Verkehrsunfall gewesen, "Hören und Sehen vergeht". Am Ende pißt Sepp Bierbichler vom Steg des Starnberger Sees gegen das Morgenrot. Musik und Blütenduft liegen in der Luft. Es ist Frühling. Aber keine Reinigung winkt den gar nicht griechengleichen Deutschen.
Regie und Drehbuch: Herbert Achternbusch
Kamera: Gunter Freyse. Herbert Achternbusch
Schnitt: Micki Joanni
Darsteller: H. Achternbusch, Annamirl Bierbichler, Gabi Geist, Esther Donatz, Gunter Freyse Kein Katastrophenfum. Sondern ein Film, von dem die Katastrophe Besitz ergriffen hat, bis ins Material hinein. Kein Trümmertum. Vielmehr ein Film aus Trümmern, und mehr noch: einer der verweigert. auszusehen wie ein Film was im Souterrain nochmals einen Film ergibt). PUNCH DRUNK heißt nahezu K.O. geprügelt zu sein und doch knieweich und glasigen Blicks weiterzuboxen. Wie der Titel so der Film, groggy, heroisch. Geschlagen sein und sich dennoch ein Vergnügen daraus machen. "Wie soll ich Ihnen das übersetzen? Punch drunk ist aus der Sprache der Boxer and lt means: von vielen Schlägen benommen, das ist meine Lage. that's my way." (Wie A. als mutierter Texaner und Fremdenführer am Sendlinger Tor hechelt.) Der Film ein Paradoxon. sprunghaft als hätte er Sprung-Gift genommen, fahl als wäre er ins Bleichbad gerutscht, körnig als fiele Körnerschnee in ihm. Von allen Staat-Film- Förder-Töpfen abgekoppelt, von allen Financier-Haien gemieden. dreht A. in 8 Tagen auf Super-8 ohne Originalton. A der Punch-Drunk-Partisanenfilmer. Und weil eh alles schon fast hin und wurscht ist. erlaubt er sich, so richtig rücksichtslos pubertär und geschmacklos und kunstlos und formlos und undiszipliniert und unerwachsen und schrecklich makaber blöd zu sein, wie sein heilloser Spaß es sich monströserweise nur wünscht. Er spielt Herbert, aber einen Dr., der auch Riesenhuber heißt, darüber hinaus Staatssekretär im Bayrischen Kulturministerium ist und letztlich Minister wird. Noch ein letzter Mann. Während die Welt kaputtgeht, Bayern atomverseucht strahlt und A.s Antifilm, sich selbst auflösend, von Porno zu Posse, von Western zu Politfarce und Trash-Dithyrambos segelt.
Regie und Drehbuch: Herbert Achternbusch
Kamera: Adam Olech
Musik: Tom Waits
Schnitt: Herbert Achternbusch
Darsteller: H. Achternbusch, Gabi Geist, Annamirl Bierbichler Franz
Baumgartner, Kurt Raab
Eine Dialekt-Mäander 116 mm schart und gesättigt bunt über alle Arten von Dummheit und uber den Tod, Tod, Tod. Obwohl die Filmschönheit mit dem größeren Filmformat zurückgekehrt ist, sind Mummenschanz, Wodka-rambolage und Valentianismen so tiefsinnig schräg, ober-bayerisch saudumm und abgründig ratlos wie in A.s besten Schwarzseherzeiten. Umso knallroter das Rot, eigelber das Wahnsinnsgelb. Und im Hintergrund blau-in-blau samt Himmel und Starnberger See. Dennoch wütet im Freistaat das Hinsterben, bewirkt durch Aids und Killerbienen. Die Personen taumeln, straucheln, schlagen hin, fallen um, stürmen dem Gevatter entgegen. Mitten drin hampelt und hüpft A. als feixender Fex wie ein Känguruh mit Chaplin-Schnurrbärtchen, das zu viel Beunruhigungspillen geschluckt hat. Alles Slapstick. Und doch wlrd auf das Negativste, Unlustigste gestorben, röchelnd krampfhaft die Menschen und lautlos die Alpenblumen. Sommer und Wiesenluft bleiben im Rachen stecken. Kurt Raab als Kurt Raab, aids-todeskranker Faßbinder-Schauspieler, schleppt sich blaß und weiß vor die Kamera, sinkt im Biergarten von Wanzenhausen (d. i. Anbach) auf den Gartenstuhl und zitiert trauriger als traurig Rückert: "Und wenn der Herbst die Lilien bricht, denk und weine, so zunicht ist worden unsere Liebe." Ein Tropfen oder gleich ein Regen Realitat in der Farce. Und was tut A.? Er garniert postwendend und blasphemisch den wahren, den echten, fast schon toten (und heute toten) Raab mit Witzen über Kondome. Alles stirbt. Wohin? Weg. Ins Nichts. WOHIN? ist ein Jux, in dem auch der bayerische Ministerpräsident HlV-positiv-vampir-gebissen wird und der so krass schaurig-traurig ist wie schon lange nichts am surrealen Fließband des Herrn A.
Regie: Herbert Achternbusch
Drehbuch: Herbert Achternbusch
Kamera: Adam Olech, Hermann Fahr
Schnitt: Micki Joanni
Darsteller: Herbert Achternbusch, Monika Lemberger, Waggie Brömse,
Alfred Edel, Annamirl Bierbichler
Ein Grübel-Gaudi-Nebenprodukt des Filmemachers über den es auch außerhalb seiner Schreib-, Mal-, Fi1m und Schauspielkunst nur das beste zu sagen gibt. Ein korrektes Verhältnis zur Politik. (,,Sind doch ein gottloses Gesindel die Politiker. Sowieso." "Die größten Deppen findet man wirklich nur noch in der CSU.") Die würdigste Entgegennahme eines deutschen Kulturpreises.(Originalton A. ,,Da schauts, was ich mit eurem Scheißgeld mach!" A. verbrennt den Scheck von 20.000 Mark vor dem Jubelpublikum.) Humanistische Gesinnung ("Wir sind doch keine Menschen, wir sind doch nur dem Menschen ähnlich.") Hochhaltung der abendländischen Kultur (,,Der Verstand versteinert die Menschen seit Jahrtausenden." "Die Psychologie hasse ich.") MIXWIX handelt kalauernd vom Unternehmer Mixwix, Besitzer des Kaufhauses Mixwix in München, einem Kapitalhirsch und Kapitalisten dem selbst die eigene Pisse zu Geld wird und der, östlich grübelnd, zur Ansicht gelangt, daß all das Geld, das Kaufhaus Mixwix und die Mixwix-Existenz, wie sie bisher war, nix wert ist. Und wie immer bei A. gilt: ,,Ich hab das selbst gespielt, damit's primitiv bleibt."
Regie: Herbert Achternbusch
Drehbuch: Herbert Achternbusch, Gabi Geist, Edgar Frank
Kamera: Cordula Smolka
Musik: Judy Garland
Schnitt: Micki Joanni
Endlich das. was A. schon langhin zu machen ersehnte: ein Western. Kein Bayern-Western, kein Euro-Western, sondern ein urgrotesker Achternbusch-Western, gedreht in Gottes und John Fords Own Country in Superacht, geweitet auf 35 mm, was den narrativen A.-Pemikan transparent wie ein Farbausbleicher-Fernstecherbild aufs Feld der Traume macht, achtern der Vollrausch und in Busch oder Prärie Achternbusch als Hick, weißer Indianer, der literweise Whisky-Likör der Marke "Yukon-Jack" verköstigt und also geistig entrückt Reisetagebuch im off spricht oder an die ferne Mary Briefe schreibt. Hick, das ist A mit Feder am Hut, scheefarbenen Cowboystiefeln und langem Indianerhaar aus flatternden Streifen Klopapiers. Der Komantsche als rassistischer weißer Clown, der Weiße generell und Deutsche speziell haßt, denn Deutschland habe ihn, nebst vielen anderen, kaputtgemacht. Ein Achternbusch-Westward-Ho-Easy-Rider mit Bisonherden und Trucks in Zeitlupe und Judy-Garland- Gesang, mit weitem Land, großem Himmel und Felsmonumenten. Und schließlich steht Hick in HICK'S LAST STAND am Boden von Custers Last Stand, Little Big Horn, Montane, USA (wo die von Hicks geliebten Indianer von Sitting Bull und Crazy Horse den Horse-Soldiers von Gelbhaar Custer gründlich den Garaus machten) und hegt heftig wütende Sehnsucht danach, daß man den Rot- anstatt den Weißhäuten ein Denkmal setzen solle.
Regie: Herbert Achternbusch
Drehbuch: Herbert Achternbusch
Kamera: Cordula Smolka, Jan Betke, Adam Olech
Musik: Robyn Schulkowsky
Schnitt: Micki Joanni
Darsteller: Barbara de Koy, Marie Binet, herbert Achternbusch, Lamert
Hamel, Axel Milberg
Auf der Rutschbahn seines emsig sich vermehrenden Filmwerks gleitet A. sogar in eine Art von serial-Produktion. Irgendwie (aber nicht mehr) geht NIEMANDSLAND dort weiter, wo die Grenzen von HICK'S LAST STAND endeten (mit einem tiefen Canyon zwischendurch). Wieder versucht Hick als lüsterner Trickser, bayrischer Outlaw in Westernboots in die Stiefeln einer Hauptrolle zu klettern. Immer hemmungsloser, himmelstürmender erschafft A. sich seine eigene Mythologie, seine eigenee Geographie, seine eigenen Weltgesetze, die teils dem Geist der Kasperliade, teils dem innersten Seelenbauchweh und Leidensdruck von Herbert A. gehorchen. Das Niemandsland, in dem nur Indianer leben, das Last Valley am Ende der USA, in dem Südtiroler siedeln, die sich bei Rechtsbruch einer Jury von Schwarzen verantworten müssen: das ist ein Winnetou-Gartenzwerg-Wechselbalg-Reich, gezeugt von der Phantasie Amerika, geboren von der Nachtmahr Bayern. In diesem Verquer-Land melken Indianer Kamele wie Oberammergauer Milchkühe und die hl. Notburga wird perennierend von Sheriff Wutanfall mißbraucht. Hick, der Lüsterne, unersättlich Tabubrechende ist der Sohn der Geisha Nakadel un von Mr.Arthur Hunnicut, den wir als Trapper Zeb aus Hawk's THE BIG SKY kennen & lieben. Produkt von Ostweh und Westweh. NIEMANDSLAND ist eine einfache großartige Einöde, wüst, übersät mit den Felstrümmern der Blasphemie, zerissen von skurrilen, vertrockneten Bachbetten und ausgestattet mit dem Tafelberg einer großen Anklagerede gegen den Gott der Bleichgesichter.
Regie: Herbert Achternbusch
Drehbuch: Herbert Achternbusch
Kamera: Herbert Achternbusch
Schnitt: Micki Joanni
Darsteller: Herbert Achternbusch, Bettina Hauenschild, Barbar de Koy,
Veronika von Quast, Uschi Burkhart, Margot Steinleitner, Johannes Silberschneider,
Hias Schachko, Laura Olivi
Hicks Abenteuer Nummer drei. Nach Arizona und Montana, dem Niemandsland und dem Last Valley erfolgt (abermals in poröser Super-8-Blow-up-Grobkörnigkeit) die Rückkehr ins Blauweiß-Paradies, das keines ist. Sich-Wiederfinden im Hofgarten, wo abendrosarot die Kastanien blühen. Ab ins hofbräuhaus. nachdem unentwegt Touristen fragen. Eine Mumie, der aus THE MUMMY gleichend, erwacht im Ägyptischen Museum zum Zombie-Leben und geistert westlich der Isar umher. Wie in NIEMANDSLAND sind Hick und sein Erfinder oder Doppelgänger A. bewegt von der Fragestellung aus dem Tittelsong von John Fords THE SEARCHERS (jenem Lieblingsfilm von A., der unüberbrückbar anders aussieht als ein Film von A.) "What makes a man to wander?" Wanderungen durch München, Stadtdurchquerungen der absonderlichen Art mit retardierenden Momenten und wunderlichster Menschenlandschaft. Skurrile Lustfahrt: ein improvisierter Film ohne Drehbuch, ohne O-Ton, doch mit Erfindungskraft, geleitet vom Stern des Witzes, asngetrieben vom Dämon der Heiterkeit (selbstredend einer speziellen und verkanteten, der A.-Heiterkeit). Nicht nur ein Schluß, sondern zwei Enden, beiden haben mit "Hof" zu tun. Das eine im Brauhaus, das andere im Garten, in der die entbandagierte Mumie ein schönes Mädchen a' la Münchner Schönheitsgalerie freigibt. Achternbusch: "Um Wiederkehr und Wanderung geht es, um Minuten und um/durch München. What makes a man to wander."
Regie: Herbert Achternbusch
Drehbuch: Herbert Achternbusch
Kamera: Adam Olech
Schnitt: Micki Joanni
Darsteller: Herbert Achternbusch, Kirsten Dene, Horst Kotterba, Bettina
Hauenschild Annamirl Bierbichler, Uschi Burkhart, Barbara Gass, Christian
Lerch, Klaus Ortner
"Rigoros bediene ich mich dessen, was in mir steckt." Sagt A., der ein buch namens "Es ist niemand da" schreibt und unverzüglich diesem mit einem Film antwortet, der den Titel ICH BIN DA trägt. Das Drinnensteckende herausstülpt und rigoros mit A.-Phantasie alchimiert. Und was kommt heraus? Der Lehrer Herbert, der echte Bademeister, der falsche Polizist, der Wilddieb-Dichter H., der junge Mönch, der Komantsche, der Neger Erwin, der Nil, der Papst, Christus, der Depp, das Gespenst, die Dame rita, der leibhaftige Vater, der Waldler, Mixwix, der feixende Fex, endlich Hick, der Trickser, der letzte Indianer. Gehorchend dem Naturgesetz freier Assoziation verändert sich die Szenerie in diesem dritten Hick-Film aus den Tiefen des finanziellen Untergrunds vom Tempel der Monopteros im Englischen Garten zu Transamazonien, zur Südtiroler Raubritterburg, nach Cusco in Hochperu, zu den eidgenössischen Alpen und dem Münchner Filmmuseum. von Metamorphosewut ist auch Hick ergriffen. Er ist Hick und zugleich Don Conquistador, der Blutrunst und Indioschlächter. Und Annamirl Bierbichler ist eine Bischöfin. Und alles ist ein Grausigkeitsmärchen und ein Slapstick-Monstrum mit Clowns und Kirsten Dene und Thomas Bernhards Geist und A.s rigoros sich verwandelnden Selbstbedienungen dessen, was in ihm steckt.
Regie: Herbert Achternbusch
Drehbuch: Herbert Achternbusch
Kamera: Adam Olech
Musik: Herbert Achternbusch
Schnitt: Micki Joanni
Darsteller: Herbert Achternbusch, Judith Tobschall, Annamirl Bierbichler,
Christian Lerch, Franz Baumgartner, Luisa Francia
In allen Filmen von A. triumphiert a) die Zahl zwei, also b) der Widerspruch: Bayernhaß, Bayernliebe; Trauerspiel, Kasperliade; Tiefsinnlichkeit, Blödheits-Parlando; heimat zwischen Lech-&-Isar, west-östliche Ferne. Fremd heißt es bei Valentin, ist der Fremde nur in der Fremde. A. aber ist fremd auch in der Nicht-Fremde, hat keine chance, aber nutzt sie, indem er alles und alles provoziert. In AB NACH TIBET regiert die Polarität, indem Hick zum ersten ein Bier-Punk-Hanswurst, zweitens ein Guru ist, indem der film einerseits (u.a.) auf dem Dach des Kaufhauses Beck, München, und andererseits auf dem Dach der Welt, Tibet, angesiedelt ist und in zwei Filme im Film zerfällt: "1.Teil: Es tut nicht mehr weh - ein Wirtschaftsfilm, 2.Teil: Die letzte Illusion - ein Autorenfilm." Das Ganze ist leicht, kompetent filmisch gefilmt, einfachst, beißend und viel unterhaltsamer als die Unterhaltung aller neuen Kino-Infantilo-Mittelstrom. Teil Nordpol spielt in München, wo Hick träumt flüssig als Weißbier wiedergeboren zu werden. Teil Südpol spielt am himalaja, aufgenommen am Himalaya, wo hick in seiner Wiedergeborenheitsvergangenheit 1662 als buddhistischer Asket radikal-utopisch auftritt. Der Film ist auch ein Blumenstrauß duftender Blasphemien und eine Blütenlese gleich vom Ursprung weg geflügelter Achternbuschismen: "Hüte dich vor allem, was es gibt." "Wer an Gott glaubt, den holt der Teufel." "Besser nic als gar nix."
Regie: Herbert Achternbusch
Drehbuch: Herbert Achternbusch
Kamera: Adam Olech
Musik: Herbert Achternbusch
Schnitt: Micki Joanni
Darsteller: Herbert Achternbusch, Rosel Zech Irm hermann, Thomas Holzmann,
barbara Gass, Sione Katz, Laura Olivi, Dagmar Sachse
"Der Tod ist das absolute Nichts, und davor flackert das Leben umso heftiger." HADES ist ein Film über den Tod, über das leben, über das "Massenmörderland Deutschland", über die Todesstätte des Warschauer Ghettos und über München, die "Geburtsstadt der Bewegung", über die Unbill der Gegenwart (Neo-Nazis von heute) und über die Tortur der Vergangenheit (Nazis von damals). Zwischen beidem, was ist, was war, dem Ghetto, der Isar-Metropole samt Königsplatz und Feldherrnhalle, setzt der Film, der eine genial unversöhnte Unterrichtsstunde in Geschichte in absurder Form eines Films und wirklicher Filmaufnahmen, sogenannter historischer, gedreht von Nazi-kameramännern in der Realität, der des Ghettos, in dem die Juden vor verordnetem Hunger das taten, was man im Goetheland damals verecken nannte. Ein kleiner jüdischer Junge, vor der und für die Kamera seiner Mörder tanzend. Achternbusch denkt die Bilder filmend vor und zurück. Er erfindet für den knaben eine Geschichte, ein Schicksal, einen Film. Zärtlichkeitsarbeit, Trauerarbeit, Zornarbeit. Er spielt diesen Jungen, 50 Jahre später. Er verkörpert den einst aus dem Ghetto Geretteten, der jetzt zu hades, dem Beerdigungsunternehmer geworden ist. Hades jedoch entkommt nicht jenem Bestimmungszweck, für den die Deutschen ihn vorsahen, vorsehen. Der Warschau-Tötung von 44 entronnen, wird er 94 von Neu-Gestrigen erschlagen, während eine brüllende Trachtengruppe mit der Parole "Deitsch! Deitsch!" durch München zieht. 50 Jahre germanische Geschichte. Im Sterbensaugenblick erinnert sich Hader an das, was war, ans Ghetto. Der Tod. Vor seinem Prospekt flackert verletzt und versehrt das Leben.
Regie und Drehbuch: Herbert Achternbusch
Kamera: Henry Hanck
Darsteller: Picasso - Herbert Achtembusch
Takla Bash - Doris Jung,
Brösel - Sepp Bierbichler,
Franz - Franz Baumgartner
Herbert Achtembusch ist die Ausnahme des deutschen Kinos, dessen 25
Filme lange Antithese. Immer verzweifelnder aus dem letzten Loch pfteifend,
versiegt sein Strom nicht, sondern wird von Jahr zu Jahr unabsehbarer:
eine todsicher fast schon utopische Abenteuergeschichte des Filmemachens.
Weil seine Filme radikal anders aussehen und anders riechen als alle anderen,
ist er der einzige Provokateur und Partisan des bundesrepublikanischen
Fllmbetriebs, mit dessen Kosmetik und Geistesmittelmaß ihn ansonst
nichts verbindet. Wie ein Old-Faithful-Geysir speihi sein Phantasie-Quell
in Kurzintervallen blasphemische Kaskaden in den weißblauen Himmel,
und im Regenbogen, der danach entsteht ist er dabei in unermüdlich
sich verwandelnden Farben auszumachen: als dionysischer Bier-Dichter, als
weißer Apollo-Clown. als Freistaat-Sezierer, als Letzt-Indianer,
als Gott und Depp und Weltvernunfts-Wüterich. Seine Schlacken-Filme
sind auch ein Leidensstrom, viel schrecklicher als schrecklich lustig.
Obgleich voller Kanten und Abgründe und Ausgeburten sind diese Filme
dennoch quellklar und einfach wie japanische Kurzgedichte. verfaßt
in hajuwarischer Mundart, niedergeschrieben in uneitlen Urzeitbildern aus
der Erinnerung der anfänglichen Filmgeschichte. Bis zum Rand gefüllt
mit Angriffalust gegen nahezu alles, was das Abendland verehrt, segeln
die Schiffe der Achternbusch-Kriegsflotte (loCh Such mit dem Vorsegel der
Leioenschaft und geblähterweise mit dem Gronsegel Sehnsucht. Geliebt
z. B. werden Ammersen, Andeche, der Abend im Bierbichlor Biergarten. Ersehnt
wird das Ganz-Ganz-Andere. Alle AchterobuscO-i~iliric wort Unmöglichkeits-Expeditionen'
Suchen nach dem ei, c. . ~ O,,OCkeOOtOil ~.,,rk:icnen leben.,,Wenn ich
sagen darf, was ich unter Liebe verstehe: alles auf einmal." In Traum-Bayern
ist A. weißbierekstatisciler Poet Im Deutschland der banalen Wirklichkeit
ein Selbstmörder. ,,Ich begehe Selbstmord, denn als Selbstmörder
gehore ich zum Totenberg der Opfer. Zum Totenberg der selbafgerechten Deutschen
will ich nicht gehören." Mit PICASSO IN MÜNCHEN präsentiert
Achterohusch seinen bislang letzten Spießrutenlauf in Film. Der gilt
enem, was Kunsthistoriker erblindet vor branchenbedingtem Spießertum,
bislang zu übersehen beI ,co. Pico~scs gelber Schaffensperiode. Gelb
wie V\1~hnsii,~. Gelb wie Verrückung. Gelb. die Lelues ccli Lieblingsfarbe
des kriegsbemalten Komantschen Hick-Achternbusch alias Nil oder Nichts-oder-Alles.
Welturauftührung in Anwesenheit von Herbert Achternbusch.
Herbert Achternbusch
D 1997, 81 Min., OF
Man weiss ja, wenn die Großkopfigen einen Mist machen, dann übergeben
sie dem Volk einen
Sündenbock. Die Polizei bezeichnet den Mist unumwunden als Sündenbock:
Helmut Kohl ist an der
Misere in Deutschland schuld und muß gewaltfrei weg. Der Obdachlose
Hick nimmt die Idee auf
und demonstriert für die Abschaffung des Kanzlers. Die Polizei
übernimmt sein Plakat, sein
Anliegen und trägt das Ihre mit Gespräch und Ausdauer zu
dem spurlosen Verschwinden von
Helmut Kohl bei. Aber so geheuer geht es dabei doch nicht zu, kein
Terror, kein Aufsehen. Eine
Frau erzählt da was von der Urkraft der Menschen, wie sie sich
aus dem Dilemma der Tiernähe
entwickelt ha-ben. Immer hat so einer gesagt, wenn das und das nicht
eintrifft, will ich lieber tot
sein. Ein Polizist erklärt, daß er lieber tot sein will,
als länger den Kohl zu ertragen. Man sollte
magische Kräfte nicht unterschätzen. Sie verhelfen uns ja
sogar zu vernünftigen und schlüssigen
Gedanken, Verhalten, Auskommen und Einkommen. (Herbert Achternbusch)
Hick is back. Achternbusch's alter ego stumbles across Munich's Marienplatz,
when a policeman
tells him:Helmut Kohl is to blame for everything! That's all Hick needed
to hear:He decides to do
away with the Chancellor, though in a non-violent way. He enlists the
help of several policemen to
solve the problem. This is the Maestro's 27th film, and it is Ð
as always Ð full of dry wit and absurd
jokes.
gezeigt auf der Viennale: So 25.10.98 23:30 Metro Kino, Mo 26.10.98
18:30 Metro Kino