Harmonische und nichtharmonische Schwingungen
Harmonische - Nichtharmonische Schwingung-
Schwingungsfunktion und Schwingungsgrößen
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Geschwindigkeit und Beschleunigung
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Ungedämpfte Schwingung
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Energiebilanz
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Gedämpfte Schwingung
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Dämpfungsmaß
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Resonator und Eigenfrequenz
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Erzwungene Schwingung - Resonanz
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Frequenzanalyse = harmonische Analyse = Fourier-Analyse = FFT
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Spektraltransformation und Rücktransformation
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(Taschenatlas Kapitel 38)
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Harmonische - Nichtharmonische Schwingung
- Eine Schwingung ist die periodische Änderung einer physikalischen
Größe mit der Zeit.
| Der Abstand eines Körpers von seiner Ruhelage | Pendelschwingung |
| Die Stärke eines elektrischen Feldes | Elektrischer Oszillator |
| Die Intensität einer Lichtquelle | Blinklicht |
| Der Abstand zweier Moleküle | Schallschwingung |
- Wir sprechen von einer harmonischen Schwingung, wenn die rückstellende
Größe proportional dem Augenblickswert (Elongation)
der Schwingung ist.
- Federschwingung: Die Federkraft ist proportional der Dehnung.
- Alle anderen Schwingungsformen heißen nichtharmonische
Schwingungen.
- Nichtharmonische Schwingungen des Körpers sind
- der Verlauf der Aktionspotentiale des Herzens (EKG),
- der Druckverlauf in den Arterien (Blutdruck) usw.
- Technisch wichtige nichtharmonische Schwingungsvorgänge
sind
- Rechteck-, Dreieck- und Sägezahnspannungen.
- Das langsame Auffüllen eines Behälters und plötzliches
Entleeren wird als Kippschwingung bezeichnet.
Schwingungsfunktion und Schwingungsgrößen
- Eine harmonisch schwingende Größe wird in ihrem
Zeitverlauf durch eine Sinusfunktion beschrieben. Bestimmende
Größen einer Schwingung sind:
| Augenblickswert | Elongation | Zeitpunkt | Phase |
| Scheitelwert | Amplitude | Schwingungsdauer | Periodendauer |
| Frequenz | Kreisfrequenz | Schwingungsenergie | |
Geschwindigkeit und Beschleunigung
- Wir betrachten eine schwingende Masse, die federnd aufgehängt
ist.
- Die Geschwindigkeit der Masse ist der erste Differentialquotient
dY/dt der Schwingungsfunktion .
- Die Beschleunigung der schwingenden Masse ist der 2. Differentialquotient
d²Y/dt² der Schwingungsfunktion.
Ungedämpfte Schwingung
- Ein Schwingungsvorgang, bei dem kein Energieverluste auftritt,
hat eine konstante Gesamtenergie.
- Die Amplitude der Schwingung bleibt konstant, die Schwingung
verläuft ungedämpft.
Energiebilanz
- Die Energie einer Schwingung ist proportional dem Quadrat
der Schwingungsamplitude.
| Schwingendes Pendel | Reibungsfrei | Epot. + Ekin. = konstant |
| Elektr. Oszillator | Abstrahlungslos | Eelektr + Emagn = konst |
Gedämpfte Schwingung
- In der Realität treten immer Energieverluste auf.
- Die Amplituden werden kleiner, die Schwingung verläuft
gedämpft.
Dämpfungsmaß
- Die Dämpfung einer Schwingung wird in Dezibel angegeben.
- Ein Dezibel (dB) ist ein logarithmisches, dimensionsloses Maß.
Resonator und Eigenfrequenz
- Schwingungsfähige physikalische Systeme werden Resonatoren
genannt.
- Wird ein Resonator einmal angestoßen, führt
er eine Schwingung mit einer ihm eigenen Frequenz = Eigenfrequenz
aus.
- Der Resonator benötigt die Einschwingzeit, um mit der
vollen Amplitude zu schwingen.
- Durch die Energieverluste verläuft die Schwingung
gedämpft, der Resonator kommt bald zur Ruhe.
- Resonatoren können mehrere Eigenfrequenzen haben.
- Schwingende Saite: Grundfrequenz (Grundton ) - Oberfrequenzen (Obertöne)
Erzwungene Schwingung - Resonanz
- Wird ein Resonator durch eine periodische Kraft angestoßen
(angeregt) , führt er eine erzwungene Schwingung mit der
Frequenz der Anregung aus.
- Stimmt die Anregungsfrequenz mit der Eigenfrequenz überein,
ist Resonanz erreicht: Es entstehen Schwingungen großer
Amplitude.
| Erwünschte Resonanzen | Unerwünschte Resonanzen |
| Lautbildende Organe | Unwucht rotierender Räder |
| Musikinstrumente | Schwingende Balken, Brücken |
| Akustisches Stethoskop | |
- Um eine ungedämpfte Schwingungen zu erzeugen, werden
Resonatoren in ihrer Eigenfrequenz erregt, wobei der unvermeidliche
Energieverlust durch eine periodische Energiezufuhr ausgeglichen
wird.
- Ungedämpfte Schwingungen sind als physikalische Träger in Informationskanälen
notwendig.
- Um unerwünschte Resonanzschwingungen zu dämpfen,
werden die Energieverluste beispielsweise durch innere Reibung
(Stoßdämpfer) erhöht.
Frequenzanalyse = harmonische Analyse = Fourier-Analyse = FFT
- Jeder noch so komplizierte, zeitlich periodische Vorgang lässt
sich als Summe harmonischer Schwingungen mit Sinus- und Kosinusgliedern
darstellen.
- Die mathematische Methode heißt Fourier-Analyse.
- Die Fourier-Analyse mit Digitalrechner heißt FFT = Fast
Fourier Transformation.
- Das Ergebnis einer Fourier-Analyse ist das Frequenzspektrum
des periodischen Vorganges.
Spektraltransformation und Rücktransformation
- Heute kennt man neben den Sinus- und Kosinusfunktionen eine
Vielzahl anderer periodischer Funktionen, die geeignet sind, zeitlich
periodische und unperiodische Vorgänge zu analysieren, d.h.
eine Frequenztransformation durchzuführen..
- Mit einer Frequenztransformation erzeugen wir aus dem zeitlich
veränderlichen Vorgang das Frequenzspektrum.
- Mit einer Rücktransformation gewinnen wir aus dem Frequenzspektrum
wieder die zeitlich veränderliche Funktion.
Zeitbereich Transformation Frequenzbereich
Zeitlich periodischer Vorgang -- Spektraltransformation -> Frequenzspektrum
<-- Rücktransformation ------
Spektren zeitabhängiger Signale:
Spektrum Schwingung Akustik Rundfunktechnik
Linienspektrum Grundfrequenz Ton UKW 89,9 MHz
Oberschwingungen Klang Seitenbänder
Kontinuierliches Alle Frequenzen Geräusch Rauschen
Spektrum
Begriffe:
Harmonische Schwingung Nichtharmonische Schwingung
Schwingungsgleichung Amplitude Elongation
Periodendauer Frequenz Kreisfrequenz
Gedämpfte Schwingung Ungedämpfte Schwingung Dämpfungsmaß
Energiebilanz Schwingungsenergie
Schwingendes System Resonator
Eigenschwingung Einschwingzeit
Erzwungene Schwingung Resonanz Fourieranalyse
Spektraltransformation Rücktranformation Frequenzspektrum
Bilder: Vibrationen
Abb.1 Vibrationen die auf den menschlichen Körper einwirken,
werden durch ihre Beschleunigungen charakterisiert. Man
unterschiedet Belastungen, die
- auf das System Arm-Hand (linke Bildreihe),
- auf den Ganzkörper (mittlere Bildreihe) einwirken und
- in Gebäuden (rechte Bildreihe) entstehen.
Die Beschleunigung wird in dB angegeben, wobei der Bezugswert a0
= 10-6 m/s² ist.
Die Zahlen am linken Bildrand geben die Beschleunigungen an, die
bei typischen Vibrationen auftreten.
Abb.2 Einwirkungen von Schwingungen und Stoss auf den Menschen
Der Mensch ist physikalisch ein nichtlineares schwingungsfähiges
System, das vereinfacht durch federnd gelagerte Massen und
Dämpfungsglieder ersetzt werden kann. Hinsichtlich der
Einwirkungen von Schwingungen und Stößen ist das "Thorax-
Abdomen-System" das wichtigste. Hier erfolgt eine deutliche
Resonanzbildung im Bereich von 3 - 6 Hz, die eine gründliche
Schwingungsisolierung bei sitzenden Personen sehr schwierig
macht.
(Brüel & Kjaer (1970) Messungen von mechanischen Schwingungen
und Stößen: Naerum Dänemark: p56)
Abb.3 Die Messung mechanischer Größen
Im vergangenen Jahrhundert konnten Schwingungsgrößen nur mit
mechanischen Geräten gemessen werden. Im Bild erkennt man ein
Messgerät für die Pulswelle, das mit einem Lederband am
Handgelenk befestigt wurden. Die Pulswelle bewegte einen kleinen
Hebel, der auf einer berußten Platte die Wellenform
aufzeichnete.
Das historische Gerät befindet sich im Besitz der Instituts für
Physiologie der Veterinärmedizinischen Universität Wien.
Übung Schaubilder von Schwingungsvorgängen
1. Zeichne das Schaubild einer harmonischen Schwingung:
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Zeichne Momentanwert, Amplitude, Periodendauer und Punkte
gleicher Phase ein.
2. Zeichne die Bewegung, Geschwindigkeit und Beschleunigung einer federnd
gelagerten Masse:
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Betrachte eine Masse an einer Spiralfeder
Bilde folgende Tabelle:
........................Gleichung.............Maximalwert ..Minimalwert
Harmonische Schwingung
Geschwindigkeit
Bechleunigung
3. Zeichne das Schaubild einer ungedämpften und einer gedämpften Schwingung:
------------------------------------------------------------------------------------
Verbinde aufeinander folgende Amplituden durch strichlierte Linien und schreibe
die Formel für das Dämpfungsmaß in dB.
4. Zeichne das Schaubild der Resonanzschwingung:
-------------------------------------------------------------------------------------
Gib ein Beispiel für eine erzwungene Schwingung, bei der ein Resonanzfall
eintreten kann.
5. Zeichne die Schaubilder biologisch und technisch wichtiger Schwingungsformen:
------------------------------------------------------------------------------------
6. Zeichne das Frequenzspektrum eines Tones, eines Klanges und eines
Geräusches:
Animation Schwingungsvorgänge: harmonische Schwingung

Animation Schwingungsvorgänge: gedämpfte harmonische Schwingung

Animation Schwingungsvorgänge: LC Schwingkreis

M P -
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